ADS/ ADHS an den Schulen Thüringens:

ADS/ ADHS soll an dieser Stelle an 2 relevanten Gesichtspunkten in seiner praktischen Relevanz hervorgehoben werden:

  • Zum einen in der meist im Vordergrund stehenden Abwehr, solche Schüler zu mobben oder ganz loszuwerden.
  • Zum anderen auch unter dem Aspekt von Rechten, die auch Schülern mit ADS/ ADHS unter dem Gesichtspunkt eines Nachteilsausgleichs erwachsen können.

Im einzelnen:

a. Gefahrpotential bei ADS/ ADHS:

Bei Schülern mit ADS/ ADHS besteht immer die Gefahr, daß diese in den Schulen als Problem gesehen werden:

  • Vielen Lehrern fehlt jegliches Verständnis dafür und sie sehen diese Schüler nur als Belastung.
  • Und auch viele Eltern stimmen aufgrund des allgemeinen Bildungsdrucks für ihre Kinder überein, da ADHS-Kinder als Ursachen dafür gesehen werden, daß es in der Schule nicht vorwärts geht usw.

In der Praxis führt dies dazu, daß Kinder mit ADS/ ADHS oftmals Opfer von Ordnungsmaßnahmen sind und manchmal auch versucht wird, diese an Förderschulen weiterzugeben:

  • Im ersten Fall ist dies oftmals nicht in Ordnung, weil diese Kinder gar nicht bewußt und zielgerichtet gegen Regeln verstoßen. Spätestens wenn eine Versetzung in die Parallelklasse ansteht, oder ein Unterrichtsausschluss bzw. gar Schulausschluss, sollte man sich hiergegen wehren. Für Möglichkeiten und Hilfen bei der Durchsetzung Ihrer Rechte kontaktieren Sie mich bitte direkt.
  • Im letztgenannten Fall sollte man noch vorsichtiger sein: Der graduelle Unterschied zwischen ADS/ ADHS und sonderpädagogischen Förderbedarf wird schnell verwischt und dies kann massive Probleme zur Folge haben. Steht die Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs im Raum, sollte man deshalb schnellstmöglich gegensteuern. Für weitere Informationen und Hilfen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

b. Nachteilsausgleich bei ADS/ ADHS:

Die Verwaltungsvorschriften Fachliche Empfehlung für Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit besonderen Schwierigkeiten in den allgemein bildenden Schulen (außer Förderschulen) in Thüringen vom 20.08.2008 gelten im Grundsatz auch für ADS/ ADHS.

Das heißt:

  • Die Schüler haben grundsaätzlich Anspruch auf Fördermaßnahmen.
  • Die Schüler haben grundsätzlich Anspruch auf einen Nachteilsausgleich bei der Leistungserfassung und Benotung.
  • Und die Schüler haben grundsätzlich Anspruch auf eine ganzheitliche Betrachtung im Rahmen von grundlegenden Entscheidungen wie Übertritt ins Gymnasium und Versetzung.

Im Grunde gelten auch hier demnach die selben Regeln wie bei LRS/ Legasthenie und Dyskalkulie.

Für Einzelfragen zum Inhalt und zur Durchsetzung Ihrer Rechte kontaktieren Sie mich bitte direkt.