Mißbilligung, Strafarbeiten usw. - Pädagogische Maßnahmen in Thüringen:

a. Die pädagogischen Maßnahmen in Thüringen:

Wie bereits ausgeführt, sind erzieherische Einwirkungen vor allem solche, die im niederschwelligen Grundrechtsbereich der Schüler ergehen. Beispiele aus § 51 ThürSchulG sind:

  • Das Gespräch mit dem Schüler,
  • Lob und Ermahnung,
  • gemeinsame Gespräche mit Eltern und Lehrern,
  • formlose Mißbilligung des Fehlverhaltens,
  • die Beauftragung mit Aufgaben, die geeignet sind, den Schüler sein Fehlverhalten erkennen zu lassen, 
  • Nachholen schuldhaft versäumten Unterrichts,
  • usw.

b. Rechtmäßigkeit der pädagogischen Maßnahmen in Thüringen:

Die obengenannten erzieherischen Einwirkungen bewegen sich regelmäßig im niederschwelligen Grundrechtsbereich und haben ihre Rechtsgrundlage in der Schulpflicht.

Dies heißt natürlich nicht, daß hier alles zulässig ist und man keinen Schutz genießt. Insbesondere müssen auch die pädagogischen Maßnahmen vor allem dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz genügen:

  • Eine Maßnahme ist beispielsweise nur dann geeignet, wenn sie darauf abzielt, den Schüler von Sinn und Zweck eines regelkonformenen Verhaltens zu überzeugen. Ungeeignet wäre es bspw., wenn der Schüler das Verhalten nur aus Angst vor Sanktionen künftig unterläßt (mechanisches Schreiben von Verhaltensregeln, Lächerlichmachen des Schülers etc.).
  • Die Maßnahme muß zudem erforderlich sein, d.h. es darf kein milderes Mittel mit demselben Erfolg möglich sein.
  • Schließlich muß die Maßnahme auch angemessen i.e.S. sein, d.h. der Nutzen darf nicht außer Verhältnis zu den Folgen der Maßnahme stehen.

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