Schulangst und Schulphobie:

Unter Schulangst bzw. Schulphobie verstehe ich den psychischen Zustand eines Kindes, daß entweder nur noch in der Lage ist widerwillig die Schule zu besuchen bzw. schlußendlich hierzu gar nicht mehr in der Lage ist.

  • Zu beachten ist, daß Schulangst bzw. Schulphobie regelmäßig keine neumodischen Erscheinungen von Kindern sind, die man einfach nur zu genau beobachtet, sondern äußerst ernst zu nehmende Zustände-
  • Ist nämlich erst einmal ein gewisses Stadium überschritten, ist eine Überwindung bzw. Therapiefähigkeit nur noch ganz schwierig möglich.

Aber im einzelnen:

Schulangst - Ursachen:

Die Ursachen für Schulangst liegen oftmals in anderen hier besprochenen Gesichtspunkten:

Gemein ist all diesen Konstellationen, daß diese Kinder von ihrem individuellen Erscheinungsbild nicht in das Grundschema der Schule passen. In Deutschland geht dies leider verhältnismäßig schnell so.

Für Einzelfragen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Schulangst - und Lösungsmöglichkeiten:

Mandate mit Kindern, die Schulangst haben, gehören zu den schwierigsten Konstellationen:

Neben der rechtlichen Ebene, die meist schon schwierig genug zu handhaben ist, spielt nämlich natürlich auch der Zustand des Kindes eine Rolle:

  • Nur wenn dieses zeitgleich auch professionell therapiert wird (was leider in den seltensten Fällen geschieht, weil sich hierzu niemand bereit findet), besteht die Möglichkeit einer vollständigen Lösung.
  • Geschieht dies nicht, kann man immer nur Zwischenlösungen erreichen.

Aber selbst diese Zwischenlösungen sind sehr wichtig, denn andernfalls droht das Kind zerrieben zu werden zwischen Schule und Schulämtern.

Wenn erst einmal das Stadium erreicht ist, daß Ihr Kind nicht mehr in die Schule will oder bereits gar nicht mehr dazu zu bewegen ist, in die Schule zu gehen, dann ist keine Zeit mehr zu verlieren.

  • Üblicherweise ist es zwar so, daß die Schulen und Schulämter in einem ersten Schritt noch Verständnis zeigen und Hilfen anbieten.
  • Dies wird allerdings regelmäßig bereits kurzfristig zum Problem, wenn es an die Ursachenforschung geht, denn dann geht es ans Eingemachte: Sprich, die Ursachen liegen ja meist bei einem vorangegangenen Fehlverhalten der Schulen, weil diese es nicht unterbunden haben, daß die Kinder ausgegrenzt wurden (i.E. Aufsichtspflichtsverletzung) oder selbst dafür verantwortlich waren.
  • Aus den angebotenen Hilfen werden dann schnell untaugliche Angebote, verbunden mit Vorwürfen an die Eltern und als Ergebnis bleibt dann regelmäßig der Vorwurf, man komme seiner Schulpflicht nicht nach.

Bevor es soweit kommt, sollte man noch agieren, bevor man nur noch reagiert. Für konkrete Hilfen und Unterstützung in diesen Fällen kontaktieren Sie mich bitte direkt.