Förderschulen (Sonderschulen) in Thüringen - Sonderpädagogischer Förderbedarf:

Obwohl auch Deutschland inzwischen die UN-Behindertenkonvention (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen) ratifiziert hat, hinken alle Bundesländer bei der Umsetzung der Rechte von "Behinderten" nach wie vor hinterher:

  • Während in Skandinavien der Regelfall darin besteht, alle andersartigen Kinder grundsätzlich in allgemeinbildenden Schulen integriert zu unterrichten,
  • ist es in Deutschland nach wie vor so, daß andersartige Kinder vorschnell in die Förderschulen abgeschoben werden sollen.

Dies müßte zwar selbst nach geltendem Recht nicht so sein, denn der Verbleib in allgemeinbildenden Schulen ist bereits jetzt als grundsätzlich möglich vorgesehen.

Doch in den Köpfen des Lehrpersonals der meisten Schulen sieht dies leider anders aus: Wer anders ist, soll weg, Zeit und Lust für individuelle Betreuung ist meist nicht vorhanden.

Im einzelnen:

a. Verfahren zur Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf:

Spätestens dann, wenn ein Verfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs eingeleitet werden soll oder eingeleitet wird, sollten die Alarmglocken angehen:

Wer hier ein rechtzeitiges Gegensteuern verschläft, der verliert wertvolle Zeit, noch etwas zu verhindern. Denn ist die Entscheidung der Schule oder des Schulamtes erst einmal gefallen, ein solches Verfahren zu eröffnen, dann wird dies oftmals mit Brachialgewalt durchgeführt. Umso früher man Gegenmaßnahmen ergreift, desto größer sind die Chancen der wachsenden Eigendynamik zu entgehen. Für Fragen und Hilfen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

b. Ausgang des Verfahrens zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs:

Wie bereits oben dargestellt, muß das Verfahren nicht dazu führen, daß ein Kind in eine Förderschule muß.

Auch an allgemeinbildenden Schulen sind integrative Formen als milderes Mittel denkbar.

Bitte kontaktieren Sie mich auch für diese Fragen bitte direkt.